Traumwelten: Der misslungene Akt


01 Feb
01Feb

Ich war am einschlafen, oder schlief bereits... Ich weiss in solchen Augenblicken nie, was gerade ist. Ich schwebte in dieser Phase, in der man einschläft, aber noch mitbekommt, was rund herum geschieht. In dieser Phase des Einschlafens höre ich manchmal Stimmen und die Geräusche der Nacht deutlicher als sonst. Ich lag auf meiner linken Seite, als ich ihn spürte. Mir wurde ganz heiss und ich merkte, wie er sich zu mir legte. Seine Hand ruhte auf meiner Hüfte oder zumindest war er kurz davor, seine Hand dorthin zu legen. Ich tat so, als würde ich ihn nicht bemerken. Er flüsterte in mein rechtes Ohr: „Buh!“ Seine Stimme war tief und kehlig. Schlaftrunken sagte ich zu ihm: „Echt jetzt? Das ist das einzige was du sagen kannst? Buh? Was willst Du von mir, dass du das Gefühl hast, dass mir ein ‚Buh‘ Angst einflösst?“ Mit aller Kraft drehte ich mich zu ihm um. Wenn ich am einschlafen bin, fühlt sich mein Körper immer an wie eine Tonne. Schwerfällig und unbeweglich. Meine Augen waren geschlossen. „Zeig dich mir, wer immer du bist.“, sagte ich zu ihm. In dem Moment spürte ich, dass er unsicher war. Der dachte doch tatsächlich, er mache mir Angst. Ich weiss nicht, WER er war. Angst hatte ich nicht. Dann zeigte er sich mir. Er war extrem gut aussehend. Dunkle Haare, schön fein geschnittene Gesichtslinien. Wie aus einem historischen Film entsprungen. Ein Film wie in ‚Sinn und Sinnlichkeit‘. Die Männer, die da herumstolzierten in ihren Fracks, Mäntel und Strumpfhosen. Mit ihren altertümlichen Frisuren, die sie doch sehr attraktiv machten. Er hatte dunkle, kurz geschnittene Haare. Seine Augen waren braun. Er erinnerte mich an eine Mischung von Colin Farrell und Enrique Iglesias. Elegant, verrucht und sehr sexy. „Was willst du hier bei mir?“, fragte ich ihn. „Was denkst denn du? Ich bin einfach wegen dir hier.“, meinte er leicht flüsternd in einem sanften Ton. Wir sahen uns tief in die Augen und ich spürte innerlich, dass ich ihm vertrauen kann, da ich ihn schon lange kenne. Ich machte mir keine Gedanken und küsste seine weichen, vollen Lippen. Genau richtig. Schön weich fühlten sie sich an. Während unsere Küsse immer leidenschaftlicher wurden, richtete er sich im Bett auf und setzte sich hin. Mein Bett hat an der Wand angelehnt einen Stützbalken. So, dass ich mich sehr gut auf ihn setzen und mich mit den Händen halten konnte. Unsere Küsse wurden immer hungriger und ich bemerkte erst jetzt, dass er nackt war. Sein Geschlechtsteil ragte keck in die Höhe und lud mich ein, meine Beine um ihn zu schlingen und ihn in mir aufzunehmen. Doch in dem Moment, als ich das tat, verschwand dieser grosse, stolze, harte Stab. Erstaunt blickte ich an mir herunter. Nanu? Wo ist er hin? Er grinste mich an und zuckte die Schultern. „Was ist denn los?“, fragte ich ihn. „Nichts. Alles gut. Soll wohl nicht sein heute.“ Frustriert plumpste ich links von ihm auf die Matratze. Ich seufzte. Na toll! Was jetzt? Er lächelte mich an und sagte: „Wir können doch einfach nur reden?“ Ja klar. Reden. Wieso nicht? Seit Monaten hatte ich keinen Sex mehr. Nun liegt ein total heisser Mann neben mir im Bett und er will reden...!? Ich stützte mich auf meinen rechten Ellbogen und sah ihm in die Augen. „Also gut. Reden wir.“ Über was wir geredet haben, weiss ich nicht mehr. Ich glaube, ich bin da wirklich eingeschlafen. 

Ging es hier um den Akt, den Mann oder das Gespräch? Ich weiss es nicht... Mal gucken, wer als nächstes kommt und dann hoffe ich, dass es dann aber richtig zur Sache geht....

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